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Musiktheater in Hamburg um 1800

von Dagmar Penzlin

NDR Kultur: 1. Juni 2017, 20.05 bis 22 Uhr

Es war in Hamburg, wo 1678 erstmals Bürger ein Opernhaus gründeten: die berühmte Gänsemarkt-Oper. Diese barocke Blütezeit ist bekannt. Unterbelichtet blieben lange die Jahrzehnte um 1800, als in Hamburg weiterhin Musiktheater zu erleben war. Nicht zuletzt opernbegeisterte Bürger forderten, dass ihre Lieblingsstücke aufgeführt wurden: darunter Singspiele und Opern heute weitgehend vergessener Komponisten, aber auch von Gluck und Mozart. Theaterdirektor Conrad Ackermann ließ die baufällige Gänsemarkt-Oper 1764 abreißen und das neue Comödienhaus erbauen. Moderne „Theatergesetze“ sollten gute Aufführungen garantieren, das Theater „eine moralische Anstalt“ sein, doch das Niveau schwankte in politisch und gesellschaftlich stürmischen Zeiten.

Ich habe Prof. Claudia Maurer-Zenck interviewt, eine Pionierin auf diesem Forschungsgebiet. Sie schildert sehr anschaulich, was damals in der Hansestadt geschah.

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