Aktuelle Meldungen

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Hamburger Liedkultur der Aufklärung

Ich habe gerade eine Stundensendung fertig produziert zu einem bisher wenig beleuchteten Thema: Dank der Hamburger Musikwissenschaftlerin Katharina Hottmann wissen wir jetzt mehr über die weltlichen Lieder, die Bürger und Bürgerinnen (!) zur Zeit der Aufklärung in Hamburg gesungen haben.

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Der Countertenor Philippe Jaroussky

Der Countertenor Philippe Jaroussky gehört seit gut einem Dutzend Jahren zu den Weltstars der Klassikszene. Er nimmt in seinem Fach eine herausragende Rolle ein. Seine Stimme besitzt eine außerordentliche Schönheit und technische Perfektion. Zugleich widmet sich der französische Künstler einem breiten Repertoire, das er gezielt und klug immer weiter ausbaut.

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Musiktheater in Hamburg um 1800

Es war in Hamburg, wo 1678 erstmals Bürger ein Opernhaus gründeten: die berühmte Gänsemarkt-Oper. Diese barocke Blütezeit ist bekannt. Unterbelichtet blieben lange die Jahrzehnte um 1800, als in Hamburg weiterhin Musiktheater zu erleben war. Nicht zuletzt opernbegeisterte Bürger forderten, dass ihre Lieblingsstücke aufgeführt wurden: darunter Singspiele und Opern heute weitgehend vergessener Komponisten, aber auch von Gluck und Mozart. Theaterdirektor Conrad Ackermann ließ die baufällige Gänsemarkt-Oper 1764 abreißen und das neue Comödienhaus erbauen. Moderne „Theatergesetze“ sollten gute Aufführungen garantieren, das Theater „eine moralische Anstalt“ sein, doch das Niveau schwankte in politisch und gesellschaftlich stürmischen Zeiten.

Ich habe Prof. Claudia Maurer-Zenck interviewt, eine Pionierin auf diesem Forschungsgebiet. Sie schildert sehr anschaulich, was damals in der Hansestadt geschah.

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Claudio Monteverdi zum 450. Geburtstag

Auch wenn es wenige Jahre zuvor erste Musiktheater-Versuche gab - der eigentliche Erfinder der Oper heißt Claudio Monteverdi. 1607 begeisterte und erstaunte die Uraufführung von „L’Orfeo“ das Publikum. Wie Monteverdi hier die tragische Liebesgeschichte von Orpheus und Eurydike erzählt, nämlich zeitlos menschlich, das war neu. Sein musikdramatischer Erstling markiert einen Umbruch in der Musikgeschichte: weg vom mehrstimmigen Gesang hin zum Gesang einer einzelnen Stimme. Und Monteverdi experimentierte unablässig weiter. Von seinen fünf Opern sind drei vollständig überliefert. Spätestens seit den 1970er-Jahren gehören diese Stücke wieder zum Opernrepertoire.

Eine Gratulation zum 450. Geburtstag von Claudio Monteverdi: Die Monteverdi-Forscherin Silke Leopold steuert tiefe Einblicke in das Leben und Schaffen des bedeutenden Komponisten bei. Dazu viele Ausschnitte aus seinen Opern.

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Niels Wilhelm Gade zum 200. Geburtstag

Wie fruchtbar und prägend der Austausch zwischen europäischen Ländern sein kann – dafür ist der Lebensweg von Niels Wilhelm Gade ein gutes Beispiel. Geboren in Kopenhagen, startete der Komponist seine Musikerkarriere, als es Mode war, Musik möglichst nah am nationalen Volkston zu schreiben. Studien- und Arbeitsjahre in Leipzig machten aus Gade schließlich einen Kosmopoliten. Zurückgekehrt in seine dänische Geburtsstadt, reformierte er das Kopenhagener Musikleben nach Leipziger Vorbild. Und auch seine Kompositionen suchten nach einem universellen Ausdruck.

Eine Gratulation zum 200. Geburtstag von Niels Wilhelm Gade am 22. Februar: Unter anderem berichtet die Gade-Spezialistin Yvonne Wasserloos von ihren Forschungen zu diesem Wanderer zwischen Dänemark und Deutschland.

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Elbphilharmonie - mehr als ein Konzerthaus

Die Elbphilharmonie in Hamburg soll eines der zehn besten Konzerthäuser weltweit sein – so der Anspruch von Anfang an. Der Realitätstest steht kurz bevor: Am 11. und 12. Januar eröffnen zwei prominent besetzte Abende im Großen Saal die Elbphilharmonie. Berichte von ersten Orchesterproben und akustischen Tests schüren die Hoffnung, dass der selbst gesetzte Anspruch sich erfüllen lässt. Und das nach gut sieben Jahren Vorlauf, fast zehn Jahren Bauzeit mit etlichen Kostenexplosionen und skandalumwitterten Verzögerungen bis hin zum Baustopp.

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Maßgeschneidert! Sommerkonzerte auf Föhr

Musikhungrige Touristen und Kurgäste auf Föhr finden schnell heraus, wo sie stimmungsvolle und oft sehr ungewöhnliche Konzerte erleben können: im Friesendom, wie die romanische Sankt-Johannis-Kirche in Nieblum auch genannt wird. Dank der Organistin Birgit Wildeman hat sich in der liebevoll restaurierten Kirche die Reihe „Sommerkonzerte“ etabliert – gut zwei Dutzend Konzerte gibt es von Juni bis Oktober dort zu erleben.

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Musikforum: "Beflügelte Orgel"

„Händel liefert ein Aufbackbrötchen!“ So beschreibt der Pianist Matthias Kirschnereit, wie er die Kompositionen von Georg Friedrich Händel erlebt. Für ihn ist es ein Balanceakt, Händels Werke zu spielen und sich improvisierend anzueignen. Der Hamburger Musiker hat für ein besonderes CD-Projekt alle Orgelkonzerte von Händel aufgenommen. Und zwar auf einem modernen Flügel. Kirschnereit hat sich einen Namen gemacht als Spezialist für Mozarts Klaviermusik und die des 19. Jahrhunderts. So nähert er sich Händel weniger als Alte-Musik-Experte, sondern als Vollblutmusiker, der sich gern von Händels Musizierlust anstecken lässt.

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Feature: Wie Musik Geflüchteten hilft

Meine nächste Musikszene für den Deutschlandfunk entsteht. Zu hören am 5. September, 20.10 bis 21 Uhr.

Musik verbindet, gibt Energie und spendet Trost. Über alle sprachlichen und kulturellen Barrieren hinweg. Erfreulich, dass in ganz Deutschland Initiativen zu beobachten sind, die mit Musik-Projekten Geflüchtete erreichen wollen. Insbesondere seitdem im vergangenen Jahr verstärkt Menschen in Deutschland Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, haben zahlreiche Kulturinstitutionen und ehrenamtlich Engagierte musikalische Angebote geschaffen.

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Klanglandschaften beim Musikfest Bremen 2015

Harrison Birtwistle dachte an geologische Formationen, als er sein Orchesterwerk „Earth Dances“ komponiert hat. In dem 1986 uraufgeführten Stück überlagern sich sechs unabhängige orchestrale Schichten. Das Orchester ist entsprechend in sechs Blöcke eingeteilt. Beim Hören denkt man tatsächlich an Gesteinsschichten, die sich sehr nah kommen und auch aneinander reiben. Das Schwedische Radiosymphonieorchester und sein Chefdirigent Daniel Harding haben diese ungewöhnliche Komposition beim Musikfest Bremen im vergangenen Jahr mit dem „Lied von der Erde“ kombiniert. Es ist ein sehr persönliches Werk von Gustav Mahler. Er verarbeitet hier biographische Einschnitte des Jahres 1907: Mahler musste wegen antisemitischer Anfeindungen seinen Posten als Wiener Hofoperndirektor räumen, er war mit der Diagnose einer schweren Herzkrankheit konfrontiert, und seine vierjährige Tochter Maria Anna ist in diesem Jahr gestorben. Besonderes Gewicht hat das Adagio-Finale „Der Abschied“. Mit der Altistin Anna Larsson war hier eine der führenden Mahler-Sängerinnen der Gegenwart zu erleben.

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Musikgeschichte in digitalen Zeiten

Unser Blick auf Musikgeschichte hat sich gewandelt – dank zahlreicher Projekte und Bücher der musikwissenschaftlichen Geschlechterforschung. So wird das Musikleben früher und heute mehr in seiner Gesamtheit wahrgenommen: Neben den Männern und Frauen, die Musik schreiben, braucht es auch die, die die Werke aufführen, die Konzerte organisieren und / oder über Musik nachdenken. Hinzukommen die digitalen Möglichkeiten heute: Im WorldWideWeb lässt sich anders Musikgeschichte schreiben, wie die stetig wachsende Online-Plattform MuGI – „Musik und Gender im Internet“ – zeigt: Lexikon und Multimedia-Füllhorn in einem.

Ich habe in Hamburg eine internationale Tagung zum Thema besucht und unter anderen mit den MuGI-Herausgeberinnen gesprochen.

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Feature: 50 Jahre Niederländische Nationaloper

Meine nächste Musikszene für den Deutschlandfunk entsteht. Zu hören am 30. Mai, 20.10 bis 21 Uhr.

Die niederländische Opernszene ist überschaubar: Neben zwei reisenden Operngesellschaften, die Musiktheater für Tourneen produzieren, bildet die Niederländische Nationaloper in Amsterdam das Zentrum. Sie ist zugleich ein Leuchtturm, der weit über die Landesgrenzen hinausstrahlt. In dieser Saison feiert die Niederländische Nationaloper ihr 50-jähriges Bestehen.

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Opernkonzert: Daniel Behle im Portrait

Der Norddeutsche an sich gilt als geerdet. Bodenhaftung bewahren zu können – sicherlich eine gute Basis, um sich im internationalen Operngeschäft zu behaupten. Das gelingt dem Tenor Daniel Behle sehr gut - ausgestattet einer mit außergewöhnlich schönen und exzellent ausgebildeten Stimme.

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Klassik-Pop-et cetera - am Mikrofon: das Armida Quartett

Die Mitglieder des Armida Quartetts haben sich als Jugendliche zusammen gefunden. Gemeinsam sind sie zu dem Ensemble gereift, das spätestens im Jahr 2012 mit einem Paukenschlag auf sich aufmerksam machen konnte: Beim ARD Musikwettbewerb räumte das Armida Quartett nicht nur den ersten Preis ab, sondern auch noch den Publikumspreis und sechs Sonderpreise.

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Opernkonzert: Ferruccio Busoni zum 150. Geburtstag

Ferruccio Busoni war ein Ausnahmekünstler. Als erfahrener Komponist wendete er sich dem Musiktheater zu. Unvollendet blieb das Schlüsselwerk "Doktor Faust".

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Schöne Stimmen - der Bariton James Rutherford

Die Stimme von James Rutherford besitzt Schmelz und zugleich dramatische Kraft. Eine rare Kombination, die den britischen Bariton zu einem gefragten Wagner-Sänger macht.

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Klassik-Pop-et cetera - am Mikrofon: Nino Haratischwili

„Diese Erzählerin ist geradlinig und grausam auf eine Weise, wie man sie in der deutschen Gegenwarts-Literatur nicht kennt.“ So charakterisierte die Süddeutsche Zeitung Nino Haratischwilis Erzählkunst. In der Sendung Klassik-Pop-et cetera stellt die Schriftstellerin Musik vor, die ihr etwas bedeutet. So spürt Nino Haratischwili etwa dem Sound ihrer Kindheit und Jugend in Georgien nach.

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Feature: KomponistenQuartier Hamburg

Meine nächste Musikszene für den Deutschlandfunk entsteht. Zu hören am 22. Februar, 20.10 bis 21 Uhr.

Hamburg will sich als Musikstadt profilieren. Vor allem mit der Elbphilharmonie, die 2017 ihre Pforten öffnet. Dazu passt, dass in Hamburg ein KomponistenQuartier entsteht, zentral gelegen in historisch rekonstruierten Häusern. Sechs Museen wird das Quartier am Ende vereinen.

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